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Wieviel Subventionen für den Federer-Kommerz?

Kleine Anfrage:
Wie viel Subventionen für den Federer-Kommerz?

Am 8. - 10 Juli dieses Jahres soll in der Postfinance-Arena ein Daviscup-Heimspiel mit Roger Federer stattfinden. Obwohl die ‚Swiss Tennis‘ einen beträchtlichen Gewinn, laut BZ im Optimalfall eine halbe Million Franken, erwartet und auch der SCB mitverdienen will, hat der Gemeinderat offenbar einen namhaften städtischen Kostenbeitrag versprochen, was dem Grundsatz widerspricht, dass die Stadt nur den Breitensport fördert. Wie schon bei anderen sportlichen Grossanlässen zeigt sich der Gemeinderat grosszügig, während z.B. bei den Förderungsbeiträgen für nichtkommerzielle Kultur Sparmassnahmen angekündigt sind. Zudem muss die Postfinance-Halle Halle für den nur 3-tägigen Tennis-Anlass mit grossem Aufwand umgebaut werden, was wenig nachhaltig ist.

• Wie lautet das Grob-Budget des Anlasses?
• Welchen Beitrag hat die Stadt zugesichert? Wurden weitere Gratisleistungen und/oder Vergünstigungen versprochen?

• Handelt es sich bei den zugesagten Leistungen um ein verbindliches Kostendach, das auch einzuhalten ist, wenn die finanziellen Erwartungen der Organisatoren nicht aufgehen und die Sportfunktionäre von ihrer Residenz im Hotel Bellevue aus zusätzliche Hilfe begehren?

• Findet es der Gemeinderat ökologisch sinnvoll und im Hinblick auf die angestrebte 2000-Watt-Geselschaft verantwortbar, für den 3-tägigen Anlass umfangreiche Bauten mit Material, das von weit her gekarrt wird, vorzunehmen, obwohl es in der Schweiz Hallen gibt, die bereits für Tennis-Anlässe eingerichtet sind?

7. April 2010

In seiner Antwort (die er immerhin persönlich im Rat herunterlass), sprach Stadtpräsident Tschäppät von 50'000 Franken Subventionen und diversen gratis Dienstleistungen an die Organisatoren. Ein Budget für die Veranstaltung konnte er nicht nennen. Erstaunlich, für jedes kleine Kulturförderbeitrag-Gesuch wird ein Budget verlangt. Über den Sinn oder Unsinn des Umbaus der Halle für drei Tage hat sich der Gemeinderat einer Stadt, die offiziell die 2000-Watt-Gesellschaft anstrebt, keine Gedanken gemacht ...