grünepost.ch

Soll die Landwirtschaft zu Tode liberalisiert werden?

Während der letzten 15 Jahre sind 30'000 Landwirtschaftsbetriebe verschwunden. Mit dem neuem Landwirtschaftsgesetz (AP 2011) würde das Bauernsterben noch beschleunigt. Leicht auszurechnen, wie lange es noch dauern würde, bis von den verbliebenen noch gut 60'000 Bauernhöfen höchstens noch ein paar industriell arbeitende Grossbetriebe übrig sind.


Landwirtschaft ist nicht "marktfähig". Es gibt immer Orte auf der Welt, wo unter besseren klimatischen oder unter schlechteren ökologischen und sozialen Bedingungen viel billiger produziert werden kann. Der Kreisel ist verheerend: Billigimporte - Preisdruck - Lohndruck - Bauernsterben - weniger Nahrungsmittel-Produktion - mehr Importe - mehr Transporte meist auf der Strasse - mehr Umweltverpestung ...

Als einzige Partei im Kanton Bern haben wir, zusammen mit den globalisierungskritischen Bewegungen wie Attac, das von welschen Bauern ergriffene Referendum gegen das neue Landwirtschaftsgesetz, Basis der AP 2011, unterstützt. Leider fehlten am Schluss gut 10'000 Unterschriften. Doch die Basis für eine breiter abgestützte Initiative zur Erhaltung der einheimischen Nahrungsmittelproduktion ist gelegt.