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Keine Kohle für Kohle

Die Greenpeace Regionalgruppe Bern veranstaltete am 11. August vor dem BKW-Hauptgebäude eine Kohle-Grillaktion.
Damit protestiert sie gegen die Pläne der BKW, in Dörpen (D) ein Kohlekraftwerk zu bauen. Mit diesem einzelnen Grossprojekt würde die BKW eine CO2-Menge ausstossen, die 10% des Schweizer CO2-Ausstosses im Inland ausmacht.
Die AktivistInnen von Greenpeace sagen: „Kohlestrom ist anachronistisch, klimapolitisch unverträglich und steht im Widerspruch zur Energiestrategie von Bern“. Sie fordern die BKW auf, aus den Kohlekraftwerk-Projekten in Dörpen und Willhelmshaven sofort auszusteigen und auf jegliche Beteiligungen zu verzichten.
AktivistInnen der Greenpeace Regionalgruppe Bern platzierten vor dem BKW-Hauptgebäude rauchende Kohle-Grills, um gegen die gigantischen Kohlekraftprojekte der BKW in Deutschland zu protestieren. Auf dem Transparent im Kohlerauch war zu lesen: „Kohle rentiert für BKW – aber nicht fürs Klima". Damit symbolisierten sie, dass Stromproduktion aus Kohle das Klima schädigt und nicht im Einklang mit der Klimapolitik des Kantons Bern und der Schweiz steht.
Kohlekraftwerke produzieren am meisten CO2 pro Kilowattstunde und sind damit die grössten Klimasünder. Aus klimapolitischer Sicht ist es daher völlig unhaltbar, wenn die BKW in Deutschland in Kohlekraftwerke investiert. Dies umso mehr, als die BKW gemäss eigenen Aussagen bis 2011 nur gerade 250 Millionen in erneuerbare Energien investieren will. Dies ist gerade mal ein Zehntel ihrer Investitionen in die fossile und nukleare Stromproduktion.
Anstelle des unüberlegten Ausbaus der Kapazitäten mit dem Argument der Versorgungssicherheit, muss die BKW vermehrt ihre Verantwortung für eine klimagerechte Zukunft übernehmen – konkret heisst das, sich für die Reduktion des Stromverbrauchs einzusetzen und sich vermehrt für die Förderung dezentraler Kleinkraftwerke mit höherer Abwärmenutzung und geringeren Strom-Transportverlusten sowie für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu engagieren.
Weiter ist es unbegreiflich, dass die BKW keine Stromspar-Contractings mit Firmen und Haushalten anbietet – ein auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht interessantes neues Geschäftsfeld, welches andere Schweizer Elektrizitätswerke bereits jetzt mit Erfolg einsetzen.
Den ersten Schritt zu einer klimapolitisch verträglichen Geschäftspolitik muss die BKW noch heute tun, indem sie auf jegliche Beteiligungen am Kohlekraft-Projekt in Dörpen verzichtet.



